Reis deur Suid-Afrika

Luftlinie begeben wir uns 8450 km in Richtung Süden. Immer in Richtung Süden. Kein Ost, kein West, kein Nord. Um einen Bogen zu unseren bisherigen Reisen zu spannen ein Vergleich,  etwa genau so viele Kilometer sind es auch vom Flughafen München nach Denver, Colorado. Alles  halb so schlimm. Wir müssen ja nicht zu Fuß laufen, auch die Fahrräder bleiben in der Garage. Wir fliegen mit South African Airlines nach Johannesburg und werden auch von dort wieder zurückfliegen. Gedanklich jedoch fliegen wir in eine andere Welt.

 

Die USA ist zu unserer zweiten Heimat geworden. Süd-Afrika jedoch ist fremd für uns. Zum ersten Mal betreten wir den afrikanischen Kontinent, zum ersten Mal überqueren wir den Äquator und damit befinden wir uns auch zum ersten Mal auf der Südhalbkugel. Dreht sich das Wasser in der Toilettenspülung echt anders herum? Solche und ähnliche Mythen wollen entzaubert werden. Ihr wollt noch einen hören? Hoffentlich wird es uns nicht den ganzen Tag übel sein, müssen wir doch auch den ganzen Tag auf dem Kopf laufen.

Upps, der war vielleicht eine Nummer zu viel. OK, lassen wir den Quatsch. Wir werden durch Südafrika reisen. Es ist unsere Rookietour und wie das so ist, wenn man das erste Mal in einem Land unterwegs ist. Man will alles sehen, möglichst in kurzer Zeit. Wer weiß, ob man wieder einmal die Gelegenheit bekommt. Weil aber das Land sehr groß ist und die Naturschönheiten groß an der Zahl, werden wir uns reduzieren müssen. Wir haben uns die oder eine klassische Tour heraus gesucht. Wieder einmal als Selbstfahrer- und - bucher. Warum auch nicht?

Interessant sind die Reaktionen unserer Freunde und Bekannte auf das Urlaubsziel am südlichsten Ende von Afrika. Diejenigen die schon einmal in Afrika oder zumindest in Südafrika waren, bekamen sofort auf der Stelle glasige Augen und fingen an zu träumen. Tja und die restlichen fragten sofort, ob das Reisen dort sicher wäre. Aber was heißt schon sicher? Man wird die ein oder andere Vorsichtsmaßnahme treffen, die ein oder andere Verhaltensregel einhalten müssen. Aber das musst du in anderen Ländern letztendlich auch. Selbst in Deutschland kann dir in dieser Hinsicht niemand hundertprozentigen Schutz bieten. Willst du den haben, dann bleib lieber zuhause im Bett. Kann auch nett sein, keine Frage. In unserem Falle würde dieses Bett aber ganz schön voll sein.

Damit habe ich die Überleitung zu der Teilnehmerliste der Reise gefunden.

 

Die Family ist wieder einmal unterwegs. Komplett, mit allem was dazugehört. Allerdings steigt ein Teil der Familie etwas später hinzu. Das kommt davon, wenn man sich so spät für eine Teilnahme entscheidet. Die Tage im Krüger Nationalpark waren nicht mehr zu canceln. So werden die zwei großen Jungs eben mit etwas Zeitverzug hinzustoßen. Sollte der Schwabe in mir für einen kurzen Moment über die Mehrkosten nachgedacht haben, so hat der Dad in mir den Schwaben sofort niedergeschlagen. Was sind schon ein paar Euros in Bezug auf 3 Wochen Family? Seit die Jungs von zuhause ausgezogen sind, sieht man sich zwar immer noch regelmäßig aber eben trotzdem nur noch ab und zu. Der Alltag als Familie ist nicht mehr der gleiche und bevor ich jetzt melancholisch werde, starten wir einfach durch.

Auf geht´s nach Süd-Afrika oder wie es auf Afrikaans heißt:

 

"Op na Suid-Afrika!"

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